Der Stadtteil Trebnitz-Laasen

Das Dorf Trebnitz wurde erstmals 1376 urkundlich erwähnt.

Bereits im Jahr 1590 wurde über eine Schule in Trebnitz berichtet.

Im Jahr 1633 zogen nach der Schlacht bei Leipzig kaiserliche Truppen durch das Dorf. Im gleichen Jahr brach wieder einmal die Pest aus und die vornehmsten Geraer Bürger zogen aufs Land, auch in Trebnitz quartierten sie sich ein. Zu dieser Zeit brannten im Dorf 3 Höfe nieder.

1640 fand auf der Trebnitzer Flur ein Gefecht zwischen sächsischen und schwedischen Truppen statt.

1647 hatte Trebnitz 108 Einwohner aus 24 Familien.

Im Jahr 1578 wurde erstmals Kupferschiefer abgebaut, aber die Lager waren nicht sehr ergiebig und der Betrieb wurde bald wieder eingestellt. Trotzdem versuchte man es im Jahr 1601 erneut. Auch dieser Versuch dauerte nicht lange. 1701 wurde der Kupferbergbau durch eine Dresdner Gewerkschaft wieder aufgenommen. Im Jahr 1706 gab es einen Unfall in der Grube, bei dem ein Bergarbeiter ums Leben kam. 1716 hatten 16 Arbeiter vier Wochen lang damit zu tun, die Folgen eines Wassereinbruches zu beseitigen.

1717 wurde die Grube an den Leipziger Kaufmann Schwab verpfändet, der zugleich Hauptabnehmer des Kupfers war.

1720 wurde der tiefste Stollen des Bergwerks in Angriff genommen Er war 600 Lachter lang und hatte fünf Luftschächte. (Lachter ist ein altes Bergwerksmaß, 1 Lachter entspricht ca.2 m, die Länge war regional unterschiedlich).

1732 kam der Bergbau durch die ungünstigen geologischen Bedingungen, wiederholte Wassereinbrüche und die schlechte Betriebsführung wieder zum Erliegen. Der letzte Versuch des Kupferbergbaus wurde 1870 unternommen, aber nach einem Unfall, bei dem ein Steiger und ein Bergmann 1873 ums Leben kamen wurde der Bergbau endgültig eingestellt. Heute sieht man noch Gruben des ehemaligen Bergwerkes, die Stollen selbst sind verschüttet.

Im Jahr 1808 hatte Trebnitz bereits 31 Häuser und 181 Einwohner.

1901 wurde der Bahnhof Trebnitz der Gera-Meuselwitz-Wuitzer-Eisenbahn fertig gestellt.

Nachdem bei einem Unwetter am 3. Mai 1969 die Gleisanlagen zwischen Gera-Pforten und Gera-Leumnitz schwer beschädigt worden waren, stellte man den Bahnbetrieb zwischen Gera und Wittgendorf ein.

1905 begann man mit dem Bau der Wasserleitung, 1911 mit der Montage der elektrischen Lichtanlagen und 1913 mit dem Bau der Kanalisation. Die Wasserleitung wurde 1921 fertig.

Die Bewohner hatten 1927 mit einer großen Rattenplage zu kämpfen.

Im Bereich der Trebnitzer Flur war 1937 Baubeginn für die Autobahn.

Trebnitz war ein reiches Dorf, davon zeugen die heute sehr schön renovierten großen Gehöfte.

Laasen war kein Dorf im eigentlichen Sinne, sondern ein Gut, das 1409 erstmals urkundlich erwähnt und durch Erbschaft 1595 an Heinrich Posthumus fiel und so zum Kammergut des Hauses Reuß,j.L. wurde.

In Laasen wohnten 1647 fünf Familien mit insgesamt 22 Mitgliedern.

1945 wurde Laasen kampflos von den Amerikanern besetzt und am 13.04.1945 an die Russen übergeben.

Die Eingemeindung von Laasen nach Trebnitz erfolgte 1950.

In Trebnitz wurde 1951 ein Kindergarten eröffnet.

1994 wurde Trebnitz nach einer vergeblichen Klage vor Gericht ein Stadtteil von Gera.