Kirche Großstechau

1494
erbaut von Erhard von Ende, dem damaligen Besitzer des Rittergutes Löbichau, der gleichzeitig auch der Kirchpatron war. Der Bauherr ist an der Nordost-Ecke der Kirche verewigt mit seinem Wappen und dem Schriftzug seines Namens: Erfart vonn End.
Es entstand eine zweijochige, flachgedeckte Saalkirche mit einem geschlossenen Chor.

1680
erhielt die Kirche erstmals eine Orgel. In demselben Jahr wurde die Sakristei an der Nordseite angebaut.

1691
Veränderung der Fenster, indem auf der Südseite jeweils ein viereckiges Fenster unterhalb der bereits bestehenden eingefügt wurde.

1793
Die Kirche wurde einer vollständigen Reparatur unterzogen und dabei das Kirchenschiff nach Westen durch einen Anbau erweitert.

Ab 1795
residierte die Herzogin Anna Charlotte Dorothea von Kurland in Löbichau und nutzte die Kirche als Hauskirche. Ihr Andachtsraum lag über der Sakristei. Die Herzogin stiftete der Kirche eine neue Orgel, die 1797/98 durch Christian Friedrich Poppe d. Ä. aus Stadtroda eingebaut wurde. Die Poppe-Orgel ist die zweitgrößte in der Region und eine der wertvollsten in ihrer Art, blieb sie doch in den beiden Weltkriegen von Schäden verschont. Bis heute zieren die originalen Prospektpfeifen das Antlitz der Orgel.

1821
Die Herzogin starb und wurde in ihrer Begräbnisstätte im Hain beigesetzt. Eine Nische in der Kirche diente bis 1878 (Überführung der sterblichen Überreste Dorotheas und ihrer Töchter nach Sagan) zur Aufstellung der silbernen Herz-Schatulle. In der „Herznische“ wurde ein Reliefbild der Herzogin von W. Troschel angebracht.

1879
Erweiterung und Renovierung der Orgel durch Christoph Opitz.

2006
begann die umfassende Restaurierung der Orgel mit Unterstützung der Einwohner der Gemeinde Löbichau.