Das Predigerkloster in Eisenach

Das 1240 zu Ehren der Heiligen Elisabeth geweihte Kloster ist eines der ältesten Bauwerke der Predigermönche in Thüringen und das einzig erhaltene Kloster der Stadt. Mit dem Bau der Predigerkirche wurde zu Ehren der Landgräfin Elisabeth kurz nach ihrer Heiligsprechung begonnen. Als Zeitpunkt der Weihe anläßlich der Fertigstellung des Chores kann das Jahr 1240 angenommen werden. Der Landgraf übergab den Bau den in Erfurt ansässigen Dominikanern und erteilte ihnen die Erlaubnis zum Bau eines Klosters. Die Predigerkirche wurde ohne Turm und Querhaus gebaut. Sie bestand innen aus einem saalartigen, einschiffigen Innenraum und einem hohen Chor im Osten, unter dem sich die dreischiffige, gewölbte Unterkirche befand. Die sich in südlicher Richtung an die Kirche anschließende Seitenkapelle stammt aus der Zeit um 1300. Ihre gewölbte Decke ist noch erhalten. Die Gebäude mit den Aufenthaltsräumen der Mönche umschlossen einen viereckigen Innenhof, an dessen Nordseite die Kirche stand. Reste des Kreuzganges sind an der Innenseite des südlichen Gebäudeteils noch zu sehen.

Nach der Reformation wurde die Predigerkirche als Lagerraum genutzt. Die erhaltenen Klostergebäude, in denen sich ab 1544 die Lateinschule befand, werden heute vom Luther-Gymnasium genutzt. Nach erfolgter Teilsanierung dient die Predigerkirche seit Sommer 1994 wieder als Ausstellungsraum.