Die Sage um "Hermsdorf"

 

Wie kam Hermsdorf eigentlich zu seinem Namen?

 

Zur Beantwortung dieser Frage begeben wir uns in das Reich der Sagen und Mythen:

 

An der Stelle, wo jetzt das große, stattliche Dorf Hermsdorf steht, lag vor langer Zeit mitten im Walde an der alten deutschen Reichstraße ein einsames Waldwirtshaus "Zum schwarzen Bär im grünen Walde". Ringsum aber wohnten zerstreut bei Ihren Meilern nur wenige arme Köhler, die friedlich und genügsam Ihre Kohlen brannten. Da beschlossen einmal zwei Herrinnen von Schöngleina, eine bußfertige Wallfahrt nach der wunderkräftigen Kirche zu Sankt Gangloff zu unternehmen. Zu Fuße und ohne Begleitung, wie es frommen Pilgerinnen wohl zukommt, zogen sie ihres Weges nach dem Gnadenorte. In der Gegend des einsamen Gasthofes aber überfielen sie einige Wegelagerer, die ein großes Gelüste nach den reichen Gaben hatten, die die Fräulein bei sich trugen, um sie auf dem Altare des heiligen Gangloffs niederzulegen. Auf den Hilferuf der angegriffenen Pilgerinnen jedoch eilten die Leute aus dem Gasthofe und die umwohnenden Köhler herbei, schlugen die Räuber in die Flucht und befreiten die arg geängsteten Fräulein. Da riefen diese in freudigem Danke für Ihre Rettung: "Hierher muß Dorf, hierher muß Dorf!" und versprachen ihren Rettern, nach ihrer Rückkehr von der Wallfahrt ihnen ihre Hilfe reichlich zu lohnen und Geld und Feld, so viel sie wollten, zu schenken. Und sie hielten Wort, die dankbaren Herrinnen Schöngleinas, und erbauten an dem Orte ihrer Errettung ein Gotteshaus, das sie so reichlich beschenkten, dass sich viel Volk aus der Nähe und Ferne um die Kirche niederließ und seine Wohnungen baute. Das Dorf aber, das um das reiche Gotteshaus entstand, heißt heute zur Erinnerung an den Ausruf jener geretteten Fräulein: "HERMSDORF".

 

Quelle.

Internet - http://www.tino.cc/persoenliches/heimat/hermsdorf.html