Puppenstadt "Mon Plaisir"
Schloßplatz 1
D-99310 Arnstadt
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Die Miniaturstadt für Puppen ist weltweit vermutlich einzigartig. Nahezu 50 Jahre arbeitete die früh verwitwete und kinderlose Fürstin Augusta Dorothea von Schwarzburg-Arnstadt (1666–1751) an ihrem „Mon Plaisir“. Trotz der Jahrhunderte, die inzwischen vergangen sind, sind die 80 kleinen Stuben und 410 Puppen vollkommen erhalten geblieben. Viele fleißige Hände haben helfen müssen, diese Puppenwelt zu gestalten. Zwei Franziskaner Patres, die das Wachsbossieren in Italien gelernt haben sollen, verfertigen die Köpfe der Puppen. Eine Anzahl von ihnen sind Nachbildungen von Persönlichkeiten, die zur näheren Umgebung der Fürstin gehörten, auch sie selbst ist mehrfach vertreten. Aber auch Handwerksmeister und Bauern, die im Schloss ein- und ausgingen, haben freiwillig oder unfreiwillig Modell gestanden. Die Hofdamen, Frauen aus Stadt und Land, Tischler, Polsterer, Maler und sonstige Handwerker zog die Fürstin heran, um die nötigen Kleider, Möbel, Geräte und all die sonstigen Dinge, die in Haus und Hof, in der Werkstätte, auf dem Markt und bei vielen anderen Gelegenheiten benötigt werden, herzustellen.
Man muss die Hunderte von Figuren, Möbeln, Werkzeugen, Küchengeräten, Alltagskleidern und Festtagsgewändern gesehen haben, und man wird in „Mon Plaisir“ mehr als eine Puppensammlung sehen. In den lebensvoll nachgebildeten Dingen ist uns ein Stück Kulturgeschichte erhalten, das ein eindrucksvolles Bild der Verhältnisse, Sitten, Trachten und Einrichtungen des Rokoko gibt. Hierin beruht vor allem der hohe kulturgeschichtliche Wert dieser einzigartigen Sammlung.
Website:
Fon:
0049/(0)36 2860 29 32

Lage:
im Schlossmuseum

Öffnungszeiten:
Di. – So. 09.30 bis 16.30 Uhr

Landkreis:
Ilmkreis

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