Papiermühle
An der Liebfrauenkirche 4
D-99310 Arnstadt
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Bedingt durch seine Lage als schmaler Kopfbau zwischen zwei Straßenzügen bildet die Giebelwand des Hauses die Schauseite. Das aus Bruchsteinen massiv aufgemauerte Erdgeschoß trägt zwei leicht vorragende Obergeschosse und ein zweigeschossiges Satteldach mit Spitzboden. Ost-, Süd- und Nordfassade werden durch Schmuckfachwerk gegliedert, wobei die Brüstungsbereiche aller Geschosse als Thüringer Leiter ausgebildet sind. Mit Ausnahme des Portals und der Tür (ca.3.Viertel des 18. Jh.) scheint das Jahr 1633 als Baujahr gesichert zu sein.
In den westlichen Hintergebäuden befand sich die ursprünglich klösterliche Mahlmühle (1325), in der nach Umbau zwischen 1585 und 1859 Papier hergestellt wurde.
Nach 1859 wechselten die Besitzer und die Nutzung häufig. Der jetzige Eigentümer, die WBG der Stadt Arnstadt mbH hat das Gebäude von 1995-1997 umfassend instand gesetzt und modernisiert (Wohnung und Büroräume). Dabei fand man an der Fassade aufwendige, um 1730 entstandene ornamentale Ausmalungen der Gefache als florale Rankenmuster. Weiterhin konnte nachgewiesen werden, dass eine Wohnstube mit Balkenmalerei vorhanden war.

Lage:
nördlich der Liebfrauenkirche

Landkreis:
Ilmkreis