Das Taubertsche Gut
D-04600 Gardschütz
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Betritt man, von der Zwickauer Straße kommend, den Hof Gardschütz Nr. 2, so findet man auf der linken Seite des Hofes, gleich hinter der abgebrochenen Toreinfahrt und dem Giebel des Wohnhauses mit seinem Vorgarten gegenüber ein Wirtschaftsgebäude, das, auf einem Bruchsteinsockel stehend, aus Stampflehm errichtet worden ist. Über der Tür in der Giebelseite war eine mit einer französischen Inschrift versehene Spruchplatte, die von fünf Kanonenkugeln umrahmt wurde, eingelassen. Der Text lautet in einer sinngemäßen Übersetzung: „Das, was ihr hier seht, ist um zu zeigen, was hier passiert ist am 24. September 1813 durch Lefebre und Thielemann“. Am 24. September 1813 fand hier ein Gefecht zwischen den Truppen des preußischen Generals Thielemann und den napoleonischen Truppen General Lefebres statt. Das Gefecht brachte keine militärische Entscheidung, auf beiden Seiten nur geringe Verluste und wurde in den späten Abendstunden eingestellt.

Nachdem der Hof, der auch auf Grund der Inschriftentafel und der damit verbundenen Ereignisse unter Denkmalschutz steht, von der LPG aufgegeben wurde und ungeschützt zwielichtigen „Schatzsuchern“ zum Zerstören, Plündern und Müllabladen überlassen blieb, wurden neben anderen wertvollen Bauteilen auch mehrere der angebrachten Kanonenkugeln gestohlen, so dass die Denkmalschutzbehörde die restlichen Kugeln sowie die Tafel bergen musste.

Landkreis:
Altenburger Land

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