Klosterkirche
St. Georg und Marien
Klosterstraße  1
D-99334 Ichtershausen
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Klosterkirche aus der ersten Hälfte des 12. Jahrhunderts. Diese wurde von Frideruna von Grumbach und ihren Sohn Marquard zu Ehren des Heiligen Georg und der Heiligen Maria 1133 im Zusammenhang einer Reliquienschenkung erstmals erwähnt. Bedeutungszuwachs errang das Kloster mit der Umwandlung in ein Zisterzienserinnenkloster, welches durch den Stauferkönig Konrad III. und den Erzbischof von Mainz im Jahre 1147 bestätigt wurde. 10 Jahre später bestätigte Kaiser Friedrich I. die Stiftung des Nonnenklosters.
Bauernaufstände und Plünderungen beendeten 1525 die Ordensgemeinschaft. Das Herzogtum Gotha konfiszierte das klösterliche Anwesen. Die Klosterkirche wurde fortan als Amtsgebäude, zum Teil für das Kammergut, sowie für den Ort als Pfarrkirche genutzt. Als erster evangelischer Pfarrer war Heinrich Gnesius eingesetzt.1602 wurde eine Teil der Kirche und das Pfarrhaus durch einen Brand zerstört.
Die Klostergebäude waren ca. 1640 Amts- und Fürstensitz, die Kirche avancierte zur Schlosskirche. Von 1675 bis 1680 waren die ehemaligen Klostergebäude noch durch einen Neubau ergänzt worden.
Seit dem Jahre 1877 erfuhr das erst heilige, dann adlige Gemäuer eine nochmalige spektakuläre Funktionsänderung: zum Gefängnis. Diese Verwendung hat es bis zum heutigen Tag. Von der Südseite der Kirche geht ein Gefängnisgebäude ab und nördlich schließt sich direkt an das Kirchengemäuer die Doppelsicherung von Gefängnismauer und Stacheldrahtzaun an. Der Altarraum der Kirche selbst fungiert als Teil der Gefängnismauer.

Kirchen sind keine Museen, sondern durchbetete Räume.
Kontakt:
Kirchgemeinde Ichtershausen
Klosterstr. 1
D-99334 Ichtershausen
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Website:
Fon:
0049/(0)3628/44 26 7
Fax:
0049/(0)3628/44 26 7
Carmen und Michael Ehrlichmann
Pastorin und Pfarrer

Öffnungszeiten:
Gottesdienst So.10.15 Uhr

Landkreis:
Ilmkreis

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