Jungfernsprung,
Felseck und Königsstuhl
D-99310 Arnstadt
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Im wildromantischen Jonastal kann man den „Jungfersprung“, eine ca. 70m aufragende Steilwand, bestehend aus Unterem Muschelkalk, bewundern. Die Wasser der Wilden Weiße haben hier im Laufe der Zeit einen typischen Prallhang ausgebildet. An diesem nach Süden hin ausgerichteten Muschelkalkabsturz kann man eine solche botanische Kostbarkeit wie das äußerst seltene Graue Sonnenröschen entdecken.
Die schroffe Felswand des Jungfernsprungs wurde bis um das Jahr 1800 „Beschorener Stein“, der „Schornstein“, genannt, was soviel wie kahler Stein bedeutet.

Eine Sage erzählt, dass ein junges Mädchen aus der Stadt von einem Ritter verfolgt wurde. In ihrer Angst sprang sie in die Tiefe und kam, da der Wind ihre Kleider wie einen Fallschirm blähte, wohlbehalten unten auf der Erde an. Der Ritter, blind vor Begierde, setzte ihr nach, zerschmetterte aber samt seinem Pferde am Fuße der Felswand.

Eine Wanderung zum „Jungfernsprung“ beginnt an der über die Wilde Weiße führenden Fußgängerbrücke. Rechterhand befindet sich das in den Jahren 1899 und 1900 erbaute Wasserwerk, in welchem die starken Quellen des Schönbrunns eingefasst wurden. Etwas weiter des Weges links liegt die Gaststätte „Zum Jungfernsprung“. Auf einem rechts abzweigendem Pfad gelangt man in steilen Serpentinen zur Höhe des „Katzenbuckels“. Auf diesem Höhenweg hat man eine herrliche Sicht auf das Alteburggebiet mit Turm und den Aussichtspunkten Felseck und Königsstuhl. Durch einen kleinen Wald mit Schwarzkiefernbestand geht es abwärts zum Aussichtspunkt auf den Jungfernsprungfelsen. Von hier bietet sich ein reizvoller Blick in das Jonastal. Im Vordergrund sind am Baumbestand deutlich die Mäander der Wilden Weiße zu erkennen, im Hintergrund die Höhenzüge des Thüringer Waldes. Nach einem kurzen, steilen Abstieg erreicht man vom kleinen Jungfernsprung aus das Trockenbett der Wilden Weiße und die Jonastalstraße. Von hier aus kann man zurück zur Stadt gehen oder seine Wanderung fortsetzen, indem man den steilen Serpentinweg zur Alteburg erklimmt.

Landkreis:
Ilmkreis

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