Hinrichtungen im Bauernkieg 1525
Arnstadt
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Der Deutsche Bauernkrieg beginnt in Arnstadt (Thüringen) am 23. 6.1525. Am 23. 4. (eine Woche nach Ostern) lässt Graf Günther XXXIX. von Schwarzburg (laut Dr. Hans Patze, der letzte katholische Schwarzburger) die Kostbarkeiten des Zisterzienserklosters Stadtilm heimlich nach Arnstadt bringen (darunter das Klosterarchiv), um sie vor Plünderungen durch aufständische Bauern zu schützen. Am gleichen Tag rücken aufständische Bauern in Stadtilm ein. Es sind etwa 8.000 Rebellen aus Rudolstadt, Ilmenau, Blankenburg und Königsee. Sie fassen am 28.4. ihre Beschwerden in 27 Artikeln zusammen und übergeben sie dem Grafen, der sich in Arnstadt aufhält. Die Antwort, die am 29.4. eintrifft, kann nicht befriedigen, so ziehen die Bauern nach Arnstadt, wo sie am 1.5. eine akzeptable Antwort erhalten. Der Haufen aufständischer Bauern löst sich auf. Danach ist es ein leichtes, die Anführer einzeln einzufangen. Nach der Niederlage der aufständischen Bauern bei Frankenhausen werden am 17.6. neun „Rädelsführer“ auf Befehl des Kurfürsten von Sachsen („der Beständige“), der von Ichtershausen herübergekommen ist, auf dem Arnstädter Marktplatz enthauptet. Am 2. 8. werden fünf weitere Teilnehmer am Aufstand auf dem Marktplatz in Arnstadt hingerichtet. 44 weitere Teilnehmer werden eingekerkert und der Willkür ihrer Herren ausgesetzt. Die Stadt muss eine empfindliche Buße von 3.000 Gulden zahlen und verliert alle Privilegien.
(Quelle: Internet; Geschichte unserer Stadt Teil 2)

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Ilmkreis