"Brunnenkunst" und Kelle
D-99310 Arnstadt
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Die „Brunnenkunst“ ist um 1300 aus Baurückständen der Liebfrauenkirche entstanden, diente zuerst als Pfarrhaus und danach als Besuchshaus des Jungfrauenklosters. 1559 wurde es dem Rat der Stadt übereignet und wurde zur Wasserversorgung der Bevölkerung genutzt. Die berühmte „Wasserkunst“ in Bautzen wurde etwa zur gleichen Zeit, nämlich 1558, in Betrieb genommen Über ein Wasserrad bewegte die Kelle in der „Brunnenkunst“ ein Pumpwerk, welches das Wasser auf die Höhe des Schulplans hob und so durch Holzrohre die Brunnen auf dem Pfarrhof, Schulplan, an der Oberkirche und auf dem Markt vor der Galerie und vor dem Palmbaum versorgte. Erst im Jahre 1900 wurde die „Brunnenkunst“ durch das neue Wasserwerk abgelöst. Von 1904 an war dieses Haus kurzfristig Eichamt und danach bis 1964 Milchhof und Milchladen unter einem Dach. 1980 – 1982 wurde es innen und außen privat renoviert und ist seitdem Wohnhaus.
Die „Kelle“ oder auch „Stadtweiße“ genannt ist eine breite Wasserrinne mit vielen Bögen welche die Täler überspannen. Die Kelle entspringt in den Teichen des Schönbrunn- und Spittelgartens. Sie hat in früheren Jahrhunderten die Stadt mit Trinkwasser versorgt. Der mit Steinquadern ausgemauerte Graben war ca. 90 cm breit, 40-50 cm tief und wurde schon 1347 urkundlich erwähnt. In dem durchlaufendem Wasser der Kelle wurden die großen Milchkannen gekühlt.
(Quelle: Gerhard Pfeiffer: Denkmale, Gedenksteine, Skulpturen in und um Arnstadt)

Landkreis:
Ilmkreis