Wasserburg Niederroßla
D-99510 Niederroßla
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Eng mit der Geschichte von Niederroßla ist die Wasserburg verbunden. Den 57 Meter hohen Turm sieht man schon von Weitem. Die genaue Zeit ihrer Erbauung steht nicht fest, jedoch wird sie der Blütezeit des Rittertums im 11. oder 12. Jahrhundert zugeschrieben. Die ersten Besitzer der Burg waren die Ritter von Roßla, ab dem 14. Jahrhundert die recht streitsüchtige Familie der Vitzthums, im 15. Jahrhundert dann Wilhelm III. (der Tapfere), Herzog von Sachsen. Durch Landesteilungen und Grenzänderungen gehörte die Wasserburg ab dem 17. Jahrhundert zum Herzogtum Weimar; Herzog Ernst August ließ sie in den Jahren 1738-45 zum Jagdschloss umbauen und erweitern.
Nach dem 2. Weltkrieg diente der barocke Schlossteil als Bürgermeisteramt. Auf Anordnung der sowjetischen Besatzungsmacht wurden 1947 das Herren- und das Gesindehaus abgerissen.
Übrig blieb der Gebäudeteil der alten Wasserburg,1956 wurde sie unter Denkmalschutz gestellt,1966 begannen Restaurierungs- und Sanierungsmaßnahmen. Die Burg wurde zum Kulturzentrum umgestaltet. 1991 bis 1996 waren Schwerpunkte die Gestaltung der Außenanlage und der Erhalt der Fachwerkreste. Am 1. April 2008 brach die Giebelseite des Ostflügels ein. Die Ursache dafür ist strittig. Nach ersten Sicherungsmaßnahmen soll der Wiederaufbau erfolgen. Am 23. April 2009 wurde durch den Bürgermeister dafür der Grundstein gelegt. Ins Mauerwerk eingelassen wurde eine Kunststoffröhre mit Münzen, einem Faltblatt zur Wasserburg, dem Spendenaufruf, einer aktuellen Zeitung und eine Festschrift.

Landkreis:
Weimar und Weimarer Land

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