Solebohrtürme
D-99518 Darnstedt
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Eine 1893 niedergebrachte und 1896 ausgebaute Tiefbohrung auf der Darnstedter Flur schloss in einer Tiefe von 880 m gesättigte Sole mit einer Konzentration von 27 % auf. Nach dem Direktor der Saline, Heinrich v. Helldorf (1891 – 1897) erhielt die Bohrung den Namen „Heinrichsquelle“. Über ein Wasserrad und dazugehöriges Feldgestänge wurden ab 1900 die technischen Anlagen betrieben. Ein kleines Gradierwerk diente der Reinigung der Sole, bevor sie durch eine 2 km lange Rohrleitung zu den Solereservoiren nach Sulza geleitet wurde. Eine weitere Bohrung wurde 1937 notwendig, da die aggressiven Bestandteile der Sole die kupfernen Steigrohre der „Heinrichsquelle“ zugesetzt hatten und ein Bruch der Rohre in 385 m Tiefe auftrat. Sie erhielt den Namen „Carl-Elisabeth-Quelle“ (benannt nach dem Vorstandsehepaar). Nach Reparatur wurde 1960 die „Heinrichsquelle“ stillgelegt. Die „Carl-Elisabeth-Quelle“ lieferte bis zur Einstellung der Salzsiederei 1967 gesättigte Sole nach Bad Sulza. Die Türme sind leider dem Verfall preisgegeben.

Lage:
Feldweg nach Bad Sulza

Landkreis:
Weimar und Weimarer Land

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