Oberroßla
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Oberroßla ist ein kleines Straßendorf in ländlicher Umgebung. Zu den ältesten Gebäuden im Ort gehört die im 15. Jahrhundert erbaute Kirche, in der im Jahr 1539 auch Dr. Martin Luther gepredigt haben soll. Sehr schöne Torbögen an Hofeinfahrten sind noch heute als steinerne Zeitzeugen ihrer Entstehungsgeschichte (Spätgotik - um 1450, Barock - 17. Jahrhundert) zu bewundern. An den deutsch-französischen Krieg 1870/ 71 erinnert ein Denkmal zu Ehren der bei der Schlacht von Sedan Gefallenen. Den Opfern des 1. Weltkrieges von 1914 bis 1918 ist ein Kriegerdenkmal gewidmet.
Goethe besaß von 1798 bis 1803 in Oberroßla ein Freigut, welches später durch einen Brand vernichtet wurde. Die dazugehörigen Ländereien wurden aufgeteilt. 1858 wurde auf den Grundmauern des Gutshauses der Gasthof "Zum Schlosshof" erbaut. Die Kellergewölbe (Gemüsekeller und Milchgewölbe) sind heute noch erhalten. Außerdem erinnern die "Goethequelle" und ein alter Margaretenbirnbaum (genannt "Goethebirnbaum") in der ehemaligen Gärtnerei Hüttenrauch (vormals Gutsgarten) an den großen Dichter.
Vor dem 1. Weltkrieg war Oberroßla ein reines Bauerndorf. Bis zur Wende war die Landwirtschaft eng mit der Geschichte des Ortes verbunden. Außerdem gab es einige kleinere Handels-, Handwerks- und Gewerbetreibende, die bis heute erfolgreich wirtschaften. Die Bedeutung von Oberroßla ist durch die Ansiedlung des Gewerbeparks an der B87 gewachsen. Durch die Bebauung des Wohngebietes "Am Weinberge" (Südhanglage) wird sich der Ort optisch weiter vergrößern.
Kontakt:
Stadtverwaltung Apolda
Markt 1
D-99510 Apolda
E-Mail:
Website:
Fon:
0049/(0)3644/65 00
Fax:
0049/(0)3644/65 04 00

Lage:
am Ufer der Ilm im Nordosten von Thüringen

Landkreis:
Weimar und Weimarer Land
Verwaltungsstruktur:
Ortsteil der Stadt Apolda