Napoleonlinden
D-99518 Bad Sulza-Auerstedt
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So manche Legende umrankt diesen beliebten Ausflugsort. Nirgendwo in den geschichtlichen Aufzeichnungen finden wir den Nachweis über ihren Ursprung. Ob der Hügel mit den Anpflanzungen in Zusammenhang mit der urgeschichtlichen und germanischen Besiedlung der Finne und ihrer Ausläufer gebracht werden kann, ist in das Dunkel der Geschichte gehüllt.
Nach mündlichen Uberlieferungen Auerstedter Bürger sind die Anpflanzungen wohl eher den Ereignissen 1806 zuzuschreiben, denn im Volksmund heißen sie auch “Napoleonlinden“. Das Alter der zwei noch stehenden Bäume könnte 200 Jahre betragen.

Vier stattliche Linden standen einst hier und sind bis heute ein weit sichtbares Wahrzeichen Auerstedts. Nur wenige Schritte nördlich von ihnen stehen Kopflinden in Reih und Glied, ehemals 46 Stück. Dass diese Lindenbäume als ehrendes Gedenken an die gefallenen Generäle und Offiziere in der Schlacht bei Auerstedt gepflanzt wurden, kann nur gemutmaßt werden, aber immerhin stimmt ihre Anzahl mit den Namen auf dem Gefallenendenkmal in Hassenhausen überein. Ebenso könnte Napoleon, als er 1808 nach seiner Rückkehr vom Erfurter Kongress auf Auerdstedts Fluren eine Hasenjagd veranstaltete, hier gestanden haben, um noch einmal das Schlachtfeld in Augenschein zu nehmen. Aber es ist eine Tatsache, dass seit Mitte des 19. Jahrhunderts dieser wunderschöne Ausflugsort ein Festpunkt war und Auerstedter Schulklassen, Vereinen und tausenden Wanderern als Ziel dient.

Landkreis:
Weimar und Weimarer Land


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