Martinskirche Apolda
Ritterstraße 45
D-99510 Apolda
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Die Martinskirche wurde 1119 zum ersten Mal urkundlich erwähnt. Ursprünglich lag die Kirche außerhalb der Stadtmauern. Bereits im 18. Jahrhundert gab es Bestrebungen, für die schnell wachsende Industriestadt Apolda eine größere Kirche zu errichten. Mit dem Bau der Lutherkirche 1894 verlor die Martinskirche dann ihre Bedeutung als Stadtkirche. 1973/1974 wurde eine Renovierung und Umgestaltung der Martinskirche vorgenommen. Der Chorraum wurde restauriert, und im Zuge dessen verschwanden die Renaissance-Kanzel und der alte Altar. Im Jahr 1980 wurde der Schweifturm neu beschiefert. 2003 fand die letzte Sanierung des Innenraumes statt. Der Chorraum bietet heute für 150 Besucher Platz. Erhalten sind das gotische Taufbecken, der Kanzelkorb von 1666 mit Intarsienfeldern und Figuren, das Kruzifix, welches 1776 erneuert wurde und der Altar mit Intarsienfeldern, der 1926 aus Teilen des Barockaltars angefertigt wurde. Die Mosesfigur, die ursprünglich als Sockel der Kanzel diente, ist heute separat aufgestellt.
Die Schlossherren von Apolda, das Grafengeschlecht Vitzthum, nutzte die Martinskirche als Familiengrabstätte, während die Einwohnerschaft ihre Toten auf dem umliegenden Friedhof, dem heutigen Kantplatz, bestattete. Es befinden sich 5 Grabmale von Angehörigen der Vitzthum-Familie in der Kirche.
Bei der Erneuerung des Fußbodens 2003 wurde ein romanisches Altarfundament entdeckt, dass man seitdem durch Glasscheiben hindurch besichtigen kann.
Außerdem ist die älteste Glocke auf den Apoldaer Kirchtürmen die jetzige große Glocke in der Martinskirche. Sie wurde 1503 gegossen und hing zunächst im Kirchturm in Zottelstedt. Im Jahr 1955 wurde sie an die Kirchgemeinde Apolda verkauft.

Kirchen sind keine Museen, sondern durchbetete Räume.
Kontakt:
Evang.-Luth. Kirchgemeinde Apolda
Dornburger Straße 4
D-99510 Apolda
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