Bettelstein
D-99510 Bad Sulza-Flurstedt
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Der Stein ist von breiter, plattenähnlicher, nahezu viereckiger Gestalt, einen halben Meter hoch, nach beiden Richtungen hin weit über zwei Meter breit und hat einen Umfang von siebeneinhalb Metern. Dieser Stein, ein mächtiger Braunkohlenquarzit, der auf seiner Oberfläche die Köpfe vieler Nägel zeigt, deren Spitzen in die Wurzelröhren eingetrieben sind, entstammt der heidnischen Zeit. Die sogenannten "Altheiligensteine" waren den verschiedensten Gottheiten geweiht. Zur Abwendung von Unglücksfällen und bei heiligen Handlungen, später auch nach Vollzug von Gerichtsurteilen, wurden Nägel in den Stein geschlagen.
(Quelle: Apolda-Information.de)

Die Sage vom Bettelstein
Vor langer Zeit kam einmal ein Mann von riesenhafter Gestalt nach Flurstdt. Er ging von Haus zu Haus und bettelte um Almosen - aber vergebens. Überall wurde er abgewiesen. Zornig wandte er Flurstedt den Rücken. Er gelangte auf die Finne, dorthin, wo jetzt die Eckartsburg steht. Dort lag ein gewaltiger Felsblock. Den schleuderte der Riese, indem er ihn mit dem Fuß fortstieß, herüber über das Ilmtal, in der Absicht, das Dorf zu treffen. Aber der Stein fiel oberhalb des Ortes auf die Anhöhe nieder und blieb dort liegen bis auf den heutigen Tag. Und seit dieser Zeit nennt ihn alles Volk den Bettelstein.

Lage:
Ortsausgang in Richtung Bad Sulza rechts auf einem Hügel in der Nähe des Sportplatzes

Landkreis:
Weimar und Weimarer Land