Alte Poststation
D-99510 Mattstedt
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Bis ins 18. Jahrhundert gab es private Boten und Fuhrleute, die Postsachen und Personen von Apolda aus zu den nächsten Poststationen in Jena, Buttelstädt und später Eckartsberga brachten. Die gerade entstehende Industriewirtschaft kämpfte viele Jahrzehnte um ein eigenes ordentliches Postamt. 1805 wurde die neue „Leipziger Straße“ (die heutige B 87) entgegen dem Gesuch der hiesigen Wirtschaftskreise eine halbe Wegstunde an Apolda vorbeigeführt. Das bedeutete für die Errichtung einer eigenen Poststelle eine besondere Erschwernis. 1817 übergab das Großherzogtum Sachsen-Weimar-Eisenach alle bisher betriebene Post an die Fürstlich Thurn und Taxis"sche Lehenspost. 1818 wandte sich die Kaufmannschaft aus Apolda an die Generale Post-Direktion der Thurn und Taxis"schen Lehenspost in Frankfurt (Main) und bat um Errichtung einer Postexpedition unter Umleitung der Frankfurt-Leipziger Straße über Apolda. Da die Straßen von Apolda zur Leipziger Straße nicht chaussiert waren, schlug Frankfurt dagegen die Einrichtung einer offiziellen Botenpost vom Neuen Werk (Poche) nach Apolda vor. Das Gebäude ist noch erhalten und wird heute privat genutzt.
Erst im Jahre 1842 wurde in Apolda ein eigenes Postamt eingerichtet.

Landkreis:
Weimar und Weimarer Land

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