Tannenfeld
D-04626 Tannenfeld
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1794 erwarb Reichsgraf Johann Friedrich von Medem für seine Schwester Anna Dorothea von Kurland die Gutsherrschaft Löbichau. Zu dem Anwesen gehörte auch das auf einer Anhöhe liegende Tannenfeld, wo die Herzogin bis um 1800, nach dem Entwurf eines italienischen Architekten, ein zweistöckiges Schloss im klassizistischen Stil errichten ließ.1899 erwarb der Nervenarzt Dr. Arthur Tecklenburg das Anwesen von den kurländischen Erben. Um 1911 wurde ein Erweiterungsbau am Schloss ausgeführt. Damit gab es nun ein modernes Sanatorium für Gemüts- und Nervenkranke des gehobenen Mittelstandes. Bekanntester Patient war Rudolf Ditzen, alias Schriftsteller Hans Fallada (1893-1947), der im Januar 1912 in die „Heilanstalt für Nerven- und Gemütskranke“ Tannenfeld eingewiesen wurde.1949 wechselte das Sanatorium in den Besitz der Sozialversicherungsanstalt Thüringen. Bis etwa 1985 wurden hier Patienten im eigenständigen Krankenhausbetrieb und bis 1989 in der Rehabilitationsabteilung des Krankenhauses Schmölln betreut. Danach wurde Tannenfeld Alten- und Pflegeheim. Seit September 2004 steht die Anlage leer und zum Verkauf.

Landkreis:
Altenburger Land

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