Schlöpitz
D-04603 Schlöpitz
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Schlöpitz, ehemaliger Ortsteil der Gemeinde Kosma, gehörte zu den ältesten Dörfern des Altenburger Landes und ist zugleich dessen jüngste Wüstung. Es lag abseits der belebten Landstraßen im Tal der Blauen Flut, etwa 1 km oberhalb von Kürbitz, und war einer der kleinsten Orte weit und breit. Der Weiler bestand nur aus 2 Gehöften. Seine Teiche und Wasserläufe sowie der reiche Baumbestand verliehen ihm ein malerisches Aussehen. Bis in die 70er Jahre herrschte hier rege Betriebsamkeit, trotzdem galt Schlöpitz samt seiner Flur als Inbegriff dörflicher Idylle, und das ungeachtet der fünf sternförmig vom Dorf ausgehenden Verbindungswege, auf welchen man die Nachbarorte direkt erreichen konnte. Die ältesten Spuren menschlicher Kultur finden sich auf der Insel des größten Schlöpitzer Teiches. Dort wurde ein uralter Steinwall entdeckt und als Bodendenkmal registriert. Als Anfang 1985 die leerstehenden Gebäude dem Erdboden gleichgemacht wurden, nahm kaum jemand Notiz davon, so alltäglich war der Vorgang, symbolisch für die Siedlungspolitik dieser Zeit. Dennoch grub sich die Erinnerung an das Dorf tief ins Bewusstsein derer, welche ihre osterländische Heimat lieben und schätzen gelernt haben.

Landkreis:
Altenburger Land

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