Die Kaufmannsfamilie Ferber
D-07545 Gera
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Die Kaufmannsfamilie Ferber war eine der einflussreichsten in der Stadt. Die Familienchronik führt Moritz Rudolf in der 12. Generation. Sein Vater war der in Naumburg geborene Kaufmann Johann Christian Ferber (1783-1863) der den Titel „Fürstlich Reußischer Geheimer Kommerzienrat“ trug. Die Familie Ferber hatte großen Einfluß in der Stadt und war durch Heirat mit vielen Geraer Industriellen verwandt. So zum Beispiel mit den Familien Remy, Fürbringer, Münch, Semmel, Gladitsch, Bruhm, Kühn, Häußler, Stang und Zetzsche. Wesentlicher Industriebesitz der Familie war die 1804 von Daniel Gottfried Neumann und Jaques Antoine Morand gegründete Weberei Morand & Co., die bei ihrem 100-jährigen Bestehen 1904 über 1.000 Mitarbeiter zählte. Der Familienchronist Alfred Ferber (1857-1940) war ein vielseitiger und herausragender Mann seiner Zeit, ein Vertreter der Geraer Finanzaristokratie und der letzte Fürstlich-Reußische Kommerzienrat in Gera.

Seinen Namen haben das Ferbersche Haus in der Greizer Str. 37 nach dem Geheimen Kommerzienrat Moritz Rudolf Ferber (1805 – 1875), der es im Jahr 1842 erwarb. Er war Kaufmann, Fabrikant und ein bedeutender Mineraloge. Nach dem Tod des Fürsten Demitoff wurde er Präsident der von Lenz und Goethe gegründeten „Großherzoglichen Societät für die gesamte Mineralogie“. Für seine Verdienste verlieh ihm die Universität Jena den Titel Dr. phil. h.c. Er stiftete der Stadt den „Ferberturm“.

Landkreis:
Gera und Landkreis Greiz

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