Das "Hühnerwunder"
von Santo Domingo de la Calzada
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Das „Hühnerwunder“ von Santo Domingo de la Calzada ist eine Legende, die eng mit dem Jakobsweg verbunden ist:
Eine Pilgerfamilie aus Xanten ist auf ihrer Wallfahrt nach Santiago de Compostela auch durch Santo Domingo de la Calzada gekommen. Sie übernachteten in einem Wirtshaus. Die Wirtstochter fand den Sohn der Familie sehr attraktiv, der - fromm und keusch - ihr Angebot aber zurückwies. Die Zuneigung der Wirtstochter wandelte sich in bösen Zorn, sie sann auf Rache und versteckte einen Silberbecher in seinem Gepäck.
Der Wirt bemerkte am Folgetag den Verlust und schickte die Stadtbüttel aus, die auch schnell fanden, was sie suchten. Der junge Mann wurde nach kurzem Prozess aufgehängt und die Eltern zogen traurigen Herzens weiter nach Santiago.
Auf dem Rückweg kamen sie wieder an der Richtstatt vorbei, wo sie ihr Sohn ansprach, dass er gar nicht tot sei, weil ihn der hl. Jakobus bzw. Santo Domingo gehalten hätten. Die Eltern liefen daraufhin zum Richter, der vor einem Teller gebratener Hühner saß, und berichteten das Vorgefallene. Der Richter antwortete, dass ihr Sohn so tot wie die beiden Hühner vor ihm wären, worauf diese sich erhoben und davonflatterten. Nun wurde der Sohn ab- und die Wirtstochter aufgehängt, die Familie zog weiter nach Hause.
Zur Erinnerung an das wunderbare Ereignis findet der Besucher in der Kathedrale von Santo Domingo de la Cazada einen Käfig mit zwei Hühnern.

(Quellen: Wikipedia, die Abbildungen entstammen einem deutschen Holzschnitt um 1460, in dem das „Hühnerwunder“ in acht Stationen dargestellt ist.)