Schloss "Fröhliche Wiederkunft"
D-07646 Wolfersdorf
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Die Erbauung des Schlosses „Fröhliche Wiederkunft“ bei Wolfersdorf fand in den Jahren 1547 – 1552 durch den letzten Kurfürsten aus Sachsen-Ernestinischem Hause: Johann Friedrich dem Großmütigen, statt. Der Kurfürst konnte nach fünfjähriger Haft (durch die Schlacht bei Mühlberg, am 24. April 1547) im September 1552 mit den Seinen hier glückliche und frohe Tage verleben, seitdem hat das Schloss den Namen „Fröhliche Wiederkunft“. Viele Jahre hat das Schloss der Familie zum Aufenthalt gedient, bis es durch die Wirren des 30jährigen Krieges und durch die vielen Länderteilungen, die in Thüringen stattfanden, in Verfall und Vergessenheit geriet. Herzog Christian von Eisenberg hat um 1680 kurze Zeit das Schloss bewohnt, musste aber sein Hoflager nach Hummelshain verlegen aus Mangel an gutem Trinkwasser. 150 Jahre später nach der Neugründung der jüngeren Linie des Herzogtums Sachsen-Altenburg hat der zu dieser Zeit regierende Herzog Georg den Wiederaufbau des Schlosses zu einem repräsentativen Jagdschloss in Auftrag gegeben. Nach seiner Abdankung wurde durch das tätige Eingreifen des Herzogs Joseph von Sachsen-Altenburg der historische Bau dem Untergang entrissen. Hauptsächlich mit eigenen Mitteln und mit reichen Zuschüssen seiner jüngsten Tochter, der Großfürstin Alexandra von Russland, aber auch unter tätiger Beihilfe der Altenburger Landschaft, wurde das alte Jagdschloss seiner ursprünglichen Bestimmung wiedergegeben. Herzog Ernst II. lebte ab 1922 unter dem Namen Ernst Freiherr von Rieseneck (auch: Baron von Rieseneck) auf Schloss Fröhliche Wiederkunft. Hier richtete er eine Sternwarte ein, die mit den modernsten Geräten der Zeit ausgestattet war und zu einer viel besuchten Forschungseinrichtung wurde.

Landkreis:
Jena und Saale-Holzland-Kreis

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