Paditz
D-04603 Paditz
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Paditz, ein ehemaliger Rundling am linken Rand der Pleißeaue, hat seine alte Ortsform infolge veränderten Wiederaufbaus nach Bränden verloren. Als sich die Siedlung um 1200 Batiz schrieb, bezeichnete man damit im altsorbischen Sprachgebrauch einen Ort der Leute eines Bat"a. Wenig später hatte hier das Deutschordenshaus zu Altenburg Besitzungen, und 1445 zählte man im Dorf 12 Höfe und eine Mühle. Bis 1880 erweiterte sich der Ort auf 24 Häuser, darunter 4 Anspann-, 5 Handgüter, Mühle und Gasthaus.
Eine spätere Holzbrücke über die Pleiße soll mit Geldern Nürnberger Kaufleute errichtet worden sein, die die alte Reichsstraße von Süddeutschland nach Norden über Altenburg rege benutzten. Schon 1531 erhielt sie steinerne Pfeiler, ehe sie 1835 zweibogig ganz in Stein entstand. In unmittelbarere Nähe der Brücke befand sich ursprünglich eine Furt durch die der Verkehr nach Böhmen und Bayern lief.

Paditz verfügt noch über einige Fachwerkbauten, besondere Beachtung verdient Haus Nr. 2 (Pohle), ein Umgebindehaus aus Doppelständern. Das Dorf ist seit jeher landwirtschaftlich geprägt. Eine Mühle und ein weithin bekannter Gasthof sowie mehrere Steinbrüche bestimmten das Erwerbsleben. Die Landwirtschaft wird heute von der Agromil Agrar GmbH in Mockern wahrgenommen. Ein Versorgungskontor für landwirtschaftliche Erzeugnisse bildet eine weitere Verdienstmöglichkeit der Werktätigen. Paditz besitzt einen Bahnhof an der Strecke Leipzig - Zwickau. Durch Eingemeindung gehört der Ort heute zu Altenburg.
Quelle: Das Altenburger Land, Akademie-Verlag
Kontakt:
Stadtverwaltung Altenburg
Rathaus - Markt 1
D-04600 Altenburg
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Michael Wolf
Oberbürgermeister

Lage:
südlich von Altenburg in Ostthüringen

Landkreis:
Altenburger Land
Verwaltungsstruktur:
Ortsteil der Stadt Altenburg