Luise Gerbing
D-99880 Waltershausen-Schnepfenthal
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Luise Gerbing wurde 1855 in Schnepfenthal geboren. Sie war die Enkelin von Christian Gotthilf Salzmann und besuchte die von ihm gegründete „Salzmannschule“, heiratete ihren einstigen Zeichenlehrer Reinhold Gerbing und unterrichtete dann selbst an dem seit seiner Gründung namhaften Insititut. Ihr Lebenswerk war die Beobachtung und Dokumentation der Kulturentwicklung der Thüringer Bevölkerung, insbesondere beobachtet im Thüringer Wald. In zahllosen Veröffentlichungen bewahrte sie unwiederbringliches Kulturgut vor Vergessenheit und Untergang. Im Jahre 1900 erschien ihr Artikel „Erfurter Handel und Handelsstrassen“ in den „Mitteilungen des Vereins für die Geschichte und Alterthumskunde von Erfurt“. Diese Schrift ist bis heute eine der gründlichsten Untersuchungen der Wege- und Handelsbeziehungen im Thüringer VIA REGIA-Korridor.

Vierzigjährig unterzeichnete Luise Gerbing Aufruf zur Gründung eines Rennsteigvereins. Ihr Name bleibt vor allem mit dem Attribut „Schutzherrin des Rennsteiges“ verbunden. Wann und von wem ihr der Ehrentitel „Waldfrau“ verliehen wurde, ist nicht überliefert. Jedenfalls hat sie ihn angenommen und auch oft damit unterzeichnet. Luise Gerbing starb 1927 noch vor Vollendung ihres 72. Lebensjahres in Waltershausen. Zu einer Gedenkstätte ist es bis heute nicht gekommen. Im Salzmann-Gymnasium erinnert an eine Statuette an die Thüringer Volkskundlerin.

Landkreis:
Landkreis Gotha