Luise von Tümpling und die Frauenschule in Löbichau
D-04626 Löbichau
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Luise von Tümpling, geborene von Boyen (1852-1911) hatte 1888 als eine entfernte Verwandte von Anna Dorothea, Herzogin von Kurland, deren Besitz in Löbichau geerbt. Sie schenkte das Anwesen der Deutschen Adelsgenossenschaft, die in Löbichau in einem der beiden Schlösser ein evangelisches adeliges Damenstift eröffnete, im anderen eine Frauenschule. Am 10. August 1908 fand die feierliche Einweihung des Johanna-Luisen-Stiftes statt. Da die Nachfrage sehr groß war, wurde im Laufe der Jahre die Aufnahme von Schülerinnen in der Frauenschule auf über 40 erhöht. Obwohl die schwierigen Kriegs- und auch Nachkriegsjahre überstanden wurden, verschlechterten sich die wirtschaftlichen Verhältnisse der Schule in der zweiten Hälfte der zwanziger Jahre, sodass die Deutsche Adelsgenossenschaft 1930 die Schließung bekannt gab. Im neuen Schloss entstand anschließend ein „Familien- und Damenheim“. Nach 1945 wurde das Schloss als Kreisaltersheim des Landkreises Gera, nach 1951 des Landkreises Schmölln und des Landkreises Altenburger Land genutzt.

Landkreis:
Altenburger Land