Löbichau
D-04626 Löbichau
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Im Mittelpunkt des Ortes Löbichau befindet sich das Schloss. Historische Quellen erwähnen als erstes Gebäude das Wasserschloss, welches inmitten eines Sumpfgeländes errichtet worden war. Ihm folgten später das Rittergut und eine bedeutende Schäferei. Im Jahre 1796 erwarb die Herzogin Anna Dorothea von Kurland Löbichau. Damit setzt erstmals eine rege Bautätigkeit ein.
Das Herrenschloss im klassischen Stil wurde auf Pfählen errichtet. die dem Bauwerk ein festes Fundament im Sumpfgebiet gaben; der englische Garten und der Löbichauer Hain wurden angelegt. Schloss Tannenfeld mit seiner Parkanlage wurde unmittelbar in diesem Zusammenhang mit errichtet.

Die Herzogin holt in den Jahren einflussreiche Poeten, Dichter, Geistliche und Geistesgrößen nach Löbichau. Einen Höhepunkt erreicht das Geistesschaffen in den Jahren von 1819 bis 1821, der als „Musenhof zu Löbichau" in die Geschichte eingeht. Mit der Gründung des Landes Thüringen im Jahre 1920, welches sich an die Grenzen des alten Thüringer Reiches von 531 anlehnte, wurde das Gebiet Teil des Thüringer Landes. 1946 wurde aus dem ehemaligen Schloss Löbichau eine Pflegeanstalt für bedürftige Menschen.

1968 zog in die Gemeinde Löbichau ein bis dahin unbekannter Industriezweig, der Uranbergbau ein. Mit der Errichtung der Schächte Beerwalde und Drosen wurde die bis dahin von der Landwirtschaft geprägte Landschaft auf den Kopf gestellt. Der „Rote Turm" in Löbichau wurde zum Wahrzeichen einer Zeit der wirtschaftlichen Umgestaltung. 1991 wurde die Förderung des Uranerzes eingestellt.

Eine der größten Sanierungsaufgaben und -ziele im wiedervereinigten Deutschland, der Renaturierung des Bergbaugebietes begann. Ihren Höhepunkt hat sie mit der Repräsentanz der Weltausstellung „Expo 2000" in diesem Gebiet erfahren. Seit 1997 ist der Sitz der Gemeinde Löbichau im historischen Schloss untergebracht
Kontakt:
Gemeindeverwaltung Löbichau
Beerwalder Str. 33
D-04626 Löbichau
E-Mail:
Website:
Fon:
0049/(0)34496/22 23 0
Fax:
0049/(0)34496/22 25 0
Rolf Hermann
Bürgermeister

Lage:
zwischen Ronneburg und Schmölln in Westthüringen
Hoehenlage:
240 m über dem Meeresspiegel

Landkreis:
Altenburger Land
Verwaltungsstruktur:
Teil der Verwaltungsgemeinschaft Am Brahmetal