Schloss Tinz
Weg der Freundschaft
D-07546 Gera
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Am Rand der Elsteraue liegend, wird schon 1290 ein „Tyncz" als slawisches Eigengut erwähnt. Der Name „Tyn" deutet auf eine Befestigung, evtl. eine Wasserburg, hin. Auf jeden Fall stand später dort das Herrschaftliche Kammergut zu Tinz. Die Landschaft der Elsteraue hatte es Graf Heinrich XXV. angetan und schon lange gehörte diese Gegend zu seinen Lieblingsplätzen. Also ließ er dort 1745 eine Sommerresidenz bauen und gleichzeitig einen Park anlegen. Der dreigeschossige Barockbau mit Festsaal und Räumen mit Rokoko-Stuckdekorationen, wirkte ansehnlich. Das Wasser der Brahme füllte die das Schloss an drei Seiten umgebenen Wallgräben. So entstand ein Wasserschloss und an vier Stellen überspannten Brücken die Wallgräben. Das Wasserschloss erfuhr später unterschiedliche Nutzung. Nach 1914 wurde es Jugendverbänden übergeben, war Volkshochschule, Parteischule und dann ein Objekt der Nationalen Volksarmee der DDR. Immer wieder erlebte es Veränderungen. Der Park wurde durch den Straßenbau vom Schloss getrennt, Teile des Parkes mussten dem Gleisanschluss und dem Lagerplatz des Heizkraftwerkes Gera-Nord weichen und zu guter Letzt wurden die Wassergräben verfüllt. Im Juli 2013 begann die Sanierung des Schlosses, auch der ehemalige Schlosspark soll neu gestaltet werden. Bis zum Sommer 2015 sollen neue Seminarräume, Büros und eine Bibliothek entstehen und anschließend durch die Berufsakademie Gera genutzt werden.
(Quelle: "Die Elsteraue bei Langenberg", Geschichte am Fluss von Jürgen Geiling)

Landkreis:
Gera und Landkreis Greiz

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