Illsitz
D-04626 Illsitz
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Illsitz ist ein Ortsteil von Altkirchen und befindet sich am rechten Mittel- und Unterhang der Blauen Flut Der Ort wurde schon im 12. Jahrhundert zweimal erwähnt (1140 Hilsice, 1192 Ilsis). Man kann die altsorbische Form als Leute eines Ilis, Iles o. ä. deuten. 1445 zahlten 5 Höfe Zinsen an das Amt, 1544 erhielt auch das St. Georgenstift Naturalabgaben in Form von 16 Scheffeln Korn und Hafer. Die 7 Anwesen von 1885 gliederten sich in 5 Anspann- und 2 Handgüter.
Illsitz ist ein an Fachwerkbauten reiches Dorf. Im oberen Teil des Dorfes steht die seit dem 13. Jahrhundert belegte Kirche. Die spätgotische Anlage des rechteckigen Schiffes mit eingezogenem dreiseitigem Chor erhielt 1880 noch einen kleinen Anbau an der Nordseite. In der Altenburger Altarwerkstätte der Gebrüder NAUMANN entstand um 1504 die in der Kirche bewahrte Figur der Magdalena.
Der heute noch ländliche Rundling besaß früher eine Blockflur. In den östlichen Teilen vereinzelt durchragender verwitterter Buntsandstein wurde zeitweise in einer Sandgrube links der Straße nach Gleina abgebaut.
Im Jahre 1791 kam es nordöstlich von Illsitz auf einem Felde 100 m links der Blauen Flut zu einem Erdfall, der mit zwei heftigen Erschütterungen in der Umgebung verbunden war. Er hinterließ, einem Augenzeugenbericht zufolge, ein „etwa 20 Ellen tiefes, mit Wasser angefülltes, trichterförmiges Loch“, das noch um die Jahrhundertwende als wasserloser, mit alten Weiden umstandener Kessel von rund 75 m Umfang und 3 m Tiefe zu sehen war.

Landkreis:
Altenburger Land

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