Hans Wilhelm von Thümmel
D-04600 Altenburg
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Hans Wilhelm von Thümmel wurde am 17.Februar 1744 in Schönefeld bei Leipzig als Sohn eines kurfürstlichen Landkammerrates geboren. Seine Mutter entstammte dem Geschlechte von Bölau. Er studierte an der Leipziger Universität, musste dies jedoch bald abbrechen. Eine Pagenstelle bei der Herzogin Luise Dorothea von Sachsen-Gotha und Altenburg führte ihn 1760 an den Fürstenhof, dem er Zeit seines Lebens innig verbunden bleiben sollte.
1765 wurde er Kammerjunker, 1771 erhielt er eine Anstellung als Assessor beim Kammerkollegium in Gotha. Herzog Ernst II., dem Hanns von Thümmel schon in jungen Jahren nahe gestanden hat, stellte ihn 1783 an die Spitze der Altenburger Kammer und übertrug ihm später gleichzeitig die Leitung des Obersteuerkollegiums.
Thümmel war maßgeblich an der Einrichtung der Pleißenflößerei, an der Gründung der Kammerleihbank und am Chausseebau beteiligt. Auch die Erbauung mehrerer Armenhäuser und eines Krankenhauses geht auf seine Initiative zurück 1807 war er Gesandter seines Landesherrn bei Napoleon.
Es ist unmöglich, an dieser Stelle alle die großen Verdienste zu nennen, die sich Hans v. Thümmel bis zu seinem Tod 1824 für das Altenburger Land erworben hat. Wissenschaftlich wurde er durch die 1813 veröffentliche „Topografische Karte der Ämter Altenburg und Ronneburg“, eigentlich ein Kartenwerk einer Vielzahl von Karten, und durch seine „Historischen, statistischen, geografischen und topografischen Beiträge zur Kenntnis des Herzogtums Altenburg“ bekannt.
Quelle: Altenburger Geschichts- und Hauskalender 1994; E. Reinhold Verlag Altenburg

Landkreis:
Altenburger Land

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