Stadtkirche St. Johannis
Kirchplatz 1
D-07616 Bürgel
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Die Stadtkirche liegt nördlich des rechteckigen Marktplatzes. Nach einem Brand im Jahre 1754, der fast die ganze Stadt vernichtete, wurde die Kirche 1755-1790 wiederaufgebaut. Jedoch scheint das Mauerwerk des mehrfach abgebrannten Vorgängerbaues wiederverwendet worden zu sein. Es handelt sich um einen Saal, der im Osten polygonal endet. Die Innenausstattung mit den drei Emporen, die auch das Chorpolygon umziehen, stammt aus der letzten Bauperiode. Mittels kräftiger toskanischer Emporenstützen, die den Kanzelaltar fassen, hat man versucht, den Innenraum zu monumentalisieren. Auf den Emporenstützen ruht das mittlere Deckenfeld, das die Form eines Muldengewölbes hat. Recht gefällig wirkt der Orgelprospekt auf der zweiten Westempore, der 1767 von J. E. Gerhard aus Lindig gebaut worden ist. Die beiden Portale der Kirche, das Hauptportal auf der Südseite sowie das Portal der Nordseite, sind kunstgeschichtlich nicht uninteressant: Sie stellen eine eigenartige Vermischung von gotischen Formen (Spitzbogen) mit figürlichen und ornamentalen Renaissanceformen – hier wohl des 17. Jahrhunderts – dar. Die Elemente wirken eigenartig addiert, ohne dass eine ausgewogene Komposition zustande gekommen wäre.
Die 1767 von Justinus Ehrenfried Gerhard gefertigte Orgel verfügt über 21 klingende Stimmen auf 2 Manualen und Pedal. Sie ist damit das größte erhaltene Instrument ihres Erbauers. Sie wurde 1996 restauriert und begleitet seitdem wieder in alter Klangschönheit die Gottesdienste der Kichgemeinde Bürgel.
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Evangelisch-Lutherisches Pfarramt
Kirchplatz 1
D-07616 Bürgel
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Landkreis:
Jena und Saale-Holzland-Kreis

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