Jagdschloss Hummelshain
D-07768 Hummelshain
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Bereits im 13. Jahrhundert fanden in dieser Gegend wegen ihres Wald- und Wildreichtums fürstliche Jagden statt. Der erste Baubeginn eines Schlosses erfolgte im Jahre 1529. Friedrich Wilhelm II., Herzog von Sachsen - Altenburg, ließ im Jahre 1664 ein Jagdschloss als Sommerresidenz errichten. 1880 wurde von den Architekten Ihne und Stegmüller im Auftrag von Herzog Ernst I. von Sachsen-Altenburg der Bau eines neuen repräsentativeren Schlosses im Stile der Neorenaissance geplant. Es war der letzte Neubau eines Fürstenschlosses vor dem Untergang des deutschen Kaiserreiches.
Weithin sichtbar ist der ca. 48 Meter hohe Turm des Schlosses. Der Festsaal im Erdgeschoss gilt als repräsentativster Raum des Gebäudes. Die Wandgemälde von Professor Friedrich zeigen Jagdszenen und die Schlösser des Altenburger Landes.
Während des Zweiten Weltkrieges richtete hier das NS-Rüstungsunternehmen REIMAHG ein Krankenhaus für ihre Zwangsarbeiter ein. Unter katastrophalen hygienischen Bedingungen starben insgesamt 175 Zwangsarbeiter, von denen die meisten aus Italien kamen. Die Toten wurden auf einem Feld östlich des Friedhofs bestattet. An dieser Stelle wurde im Jahre 1967 ein aus 175 Feldsteinen bestehendes Denkmal errichten.
In der DDR war im Schloss ein Jugendwerkhof untergebracht.
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Jena und Saale-Holzland-Kreis

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