Hermsdorf
D-07629 Hermsdorf
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Hermsdorf liegt mitten im noch immer dicht bewaldeten Thüringer Holzland. Bekannt geworden ist die Stadt durch das nach ihr benannte Autobahnkreuz. Der Ort ist im Mittelalter nicht oft bezeugt, 1256 erscheint er als Hermesdorp, 1378 als Hermansdorff, was zurückgeht auf das Dorf eines Hermann. Vermutlich hat es ein deutscher Siedler dieses Namens nach 1150 mitten im Wald gegründet. 1256 fiel es an das nahe Kloster Lausnitz.
Schon immer nutzten die Bauern den Reichtum des Waldes. Sie trieben Kohlenbrennerei, Pechsiederei und stellten Holzwaren her.
Ende der 70er Jahre des 19. Jahrhunderts, nachdem mit Jena und Gera eine Bahnverbindung hergestellt war, kam die Industrie nach Hermsdorf und mit ihr der schnelle wirtschaftliche Aufschwung. Ab 1892 stellte man in der kleinen Porzellanfabrik fast nur noch Elektroporzellan her. Aus diesem Unternehmen gingen die Elektrokeramischen Werke hervor, die für die DDR-Wirtschaft große Bedeutung hatten und dem Ort 1969, anläßlich des zwanzigjährigen Bestehens der DDR, das Stadtrecht einbrachten.
Seit 1964 entstand mitten im Wald eine große Plattenbautensiedlung, in der heute die meisten Hermsdorfer wohnen. 1972 wurde das durchgrünte und infrastrukturell gut erschlossene Wohngebiet mit dem 2. Preis in einem landesweit ausgeschriebenen Architekturwettbewerb ausgezeichnet. Nach einer Periode sinkender Einwohnerzahl Anfang der 90er Jahre im allgemeinen Trend der neuen Bundesländer hat sie sich stabilisiert und wächst wieder.
Kontakt:
Verwaltungsgemeinschaft Hermsdorf
Am Alten Versuchsfeld 1
D-07629 Hermsdorf
E-Mail:
Website:
Fon:
0049/(0)36601/57 70
Fax:
0049/(0)36601/57 750

Lage:
zwischen Jena und Gera auf einer Hochfläche in Ostthüringen
Hoehenlage:
330 m über dem Meeresspiegel

Landkreis:
Jena und Saale-Holzland-Kreis
Verwaltungsstruktur:
Stadt in der Verwaltungsgemeinschaft Hermsdorf

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