Grabstätte von
Christian Friedrich Theil
Friedhof
D-07613 Rauda
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Christian Friedrich Theil, der „Philosoph von Rauda“ war ein außergewöhnlicher Kenner alter Sprachen. Er hatte sich autodidaktisch Hebräisch, Griechisch, Babylonisch, Arabisch, Assyrisch und Sanskrit in Wort und Schrift angeeignet und soll die altägyptische Bilderschrift fließend gelesen haben. Schüler des Eisenberger Gymnasiums besuchten ihn, wenn sie mit ihren Griechisch-Aufgaben nicht zurecht kamen. Auch Schüler aus Zeitz und Altenburg sowie Studenten und Sprachgelehrte sollen seinen Rat gesucht haben. Theil wurde am 15. Februar 1834 als Sohn eines Bauern in Utenbach, einem Dorf zwischen Schkölen und Osterfeld, geboren. Sein Lehrer drängte den Vater vergebens, den hochbegabten Sohn auf eine höhere Schule zu schicken und ihn studieren zu lassen. 1871 zog Theil zu seiner Cousine nach Rauda, wo er bis zu seinem Tod nur für seine Sprachen lebte. Er soll ein Mensch mit geringsten materiellen Ansprüchen, aber von großer Herzensgüte gewesen sein. Er starb einsam und völlig verarmt am 08. Januar 1912.
(Quelle: Kirchgemeinde Rauda)

Lage:
auf dem alten Friedhof, unmittelbar oberhalb der Kirche

Landkreis:
Jena und Saale-Holzland-Kreis

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