Geologische Aufschlüsse
D-07646 Stadtroda
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Stadtroda steht auf den Schichten des mittleren Buntsandstein, wie überall an den zahlreichen fast horizontal geschichteten Felshängen in der Stadt zu sehen ist. Am Fußweg zum Bahnhof, dem sogenannten Bahnhofsberg fällt eine starke Störung in der Schichtung auf, eine Falte im Sandsteinfelsen, die im Scheitel eine starke Zertrümmerung zeigt. Ähnliche Störungen kann man unterhalb des Töpferberges "An der Roda" und im Zeitzgrund sehen. Die Felswand „Am Töpferberg“ stellt einen Prallhang der Roda im dicht bebauten Stadtzentrum in Stadtroda dar, wo sich ein bis zu 3 m tiefer Überhang ausgebildet hat. An dem Überhang der Felswand kam es vor einigen Jahren zu einem Felssturz. Zur Verhinderung weiterer Felsstürze wurden Stützpfeiler errichtet. Ursache ist der vom Buntsandstein unterlagerte Zechstein, der reich an Salzablagerungen ist. Bohrungen ergaben, daß etwa 500 m unter dem Rodagebiet eine Salzströmung fließt. Die durch Auslaugung von Salzkörpern entstandenen Hohlräume können beim Einsturz die oben beschriebenen Störungen in der Schichtung des Buntsandsteins hervorgerufen haben. Hierin sieht man auch die Ursache für das Erdbeben in Stadtroda am 28. Januar 1926, welches ein reines Einsturzbeben war.

Landkreis:
Jena und Saale-Holzland-Kreis