Stopfelskuppe
D-99819 Gerstungen-Oberellen
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Die Stopfelskuppe ist ein alter Vulkan und liegt ca. 1,5 km südwestlich des Gutes Hütschhof (413 m ü.NN). Die heutige Gestalt der Stopfelskuppe - mit je einem markanten Nord- und Südbruch, ist u.a. vom Basaltabbau geprägt, der bereits im 17. Jahrhundert begann. Die Stopfelskuppe ist durch eine Fußwanderung leicht zu erreichen. Als Gesamtdauer der Wanderung sollten etwa 2 Stunden vorgesehen werden, um auch den interessanten Aufbau der Stopfelskuppe mit einschließen zu können. Die Wegstrecke allein ist in ca. einer Stunde zu bewältigen. Der Wanderweg bietet keine nennenswerten Anstrengungen. Verlauf der Wanderroute: Den Hütschof verlassen Sie zunächst in Westrichtung auf dem historisch bedeutsamen "Napoleonweg", der nach Oberellen führt. Bereits nach ca. 500 Metern ist die mehrhundertjährige "Grenzlinde" mit einer Wegegabelung erreicht, an der wir uns nach links wenden. Der Weg zur Stopfelskuppe verläuft nun in südlicher, bald schon südwestlicher Richtung in gleichbleibender Höhe. Wenn nach ca. 800 Metern eine Blockhütte erreicht wird, befinden wir uns bereits unterhalb des Gipfelhanges der Stopfelskuppe.
Der jetzt mit schwarzem Basalt geschotterte Weg endet etwa 200 Meter westlich der Blockhütte am Zugang eines sehr alten Basaltsteinbruches. Eine Erläuterungstafel weist darauf hin, dass es sich um ein 1966 unter Schutz gestelltes Geologisches Naturdenkmal handelt. Am Zugang zu diesem Steinbruchkessel - im steilen Böschungswall - ist noch braun und hellrötlich gefärbter Buntsandstein zu sehen, der weite Gebiete südlich des Hütschhofes bis zur Werra-Aue bedeckt. In einer Zeit vor ca. 25 Millionen Jahren - dem Tertiär - kam es insbesondere in der Rhön zu zahlreichen vulkanischen Ausbrüchen. Die Stopfelskuppe ist der nordöstliche Ausläufer dieser Vorgänge. Die Landoberfläche aus Buntsandstein wurde vom aufsteigenden basaltischen Magma durchdrungen. Es bildete sich eine kegelartige Basaltkuppe. Die besondere Festigkeit des schwarzen Basaltes war schon vor über 300 Jahren Anlass, Straßen- und Wegebaumaterial zu gewinnen. Wir betreten also nicht einen vulkanischen Krater, wie uns die äußere Form zunächst vermuten lässt, sondern den vom Steinbruchbetrieb über Jahrhunderte abgebauten Aufstiegsbereich des Magmas, die Sohle des ehemaligen Steinbruches. Das schwarze Basaltgestein ist hier noch in Form von Handstücken zu finden. Die westliche Steilwand besteht aus lockeren graubraunen vulkanischen Aschen, dem Tuff. Schwarze vulkanische Bomben von kleineren sog. Lapilli bis zur Faustgröße sind darin eingebacken. Im unteren Bereich ist gangartig fester Basalt in die Asche eingedrungen.

Landkreis:
Eisenach und Wartburgkreis