Tannhäuserhöhle
Hörselberg
D-99820 Hörselberg-Hainich-Burla
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Erst in den dreißiger Jahren des 20. Jahrhunderts findet man Erwähnungen der Tannhäuserhöhle. Die intensive Beschäftigung mit der seit Jahrhunderten bekannten Venushöhle und ihrer Umgebung führte 1928 in einer schmalen Schlucht zur Entdeckung der Tannhäuserhöhle. Diese Neuentdeckung wurde sofort Tannhäuserhöhle benannt, versprach man sich doch schon von der Umbenennung des Hörsellochs in Venushöhle eine Belebung des Tourismus. Mit den beiden aus der Sage, und aus Richard Wagners populären Werken, entlehnten Namen hoffte man auf mehr Interesse. Der Ausbau zur Schauhöhle wurde nach Tropfsteinfunden mit viel Elan begonnen, aus Geldmangel 1932 jedoch endgültig eingestellt. Der Höhle kann mit ziemlicher Sicherheit ein Alter von etwa 2 bis 5 Millionen Jahren zugesprochen werden. Wenn auch das eigentliches Vorhaben nicht erreicht wurde: 120 Meter einer bis dahin unbekannten Höhle konnten freigelegt werden, die noch heute einen Anziehungspunkt vieler Wanderer darstellt. Die am tiefsten liegenden Teile der Höhle in der Nähe des südlichen Eingangs sind mit den Jahren wieder unpassierbar geworden, dennoch kann sich jeder, der einmal am Hang des Hörselberges vor dem Höhleneingang gestanden hat, die immense Arbeit vorstellen, die hier geleistet wurde.

Lage:
auf dem Großen Hörselberg, unweit des Hörselberghauses und der Venushöhle

Landkreis:
Eisenach und Wartburgkreis

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