Altenburger Salzmarkt
Brühl
D-04600 Altenburg
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Kurfürst Friedrich II. (der Sanftmütige), der von 1428 bis 1464 residierte, lässt nach einer Anweisung vom 2. November 1458 ausgestellt in Rochlitz, der Stadt Allenburg einen Salzmarkt einrichten. Dieser Salzmarkt sei „zcu ewigen gezcyten wochenlich ader tegelich zcu haben und zcu halden“. Der Salzmarkt kommt seit dieser Zeit dem „alten .Markt“, also dem Brühl zu, wo im 15. und 16.Jlahrhundert besonders der Salzhandel getrieben wurde. Das dem Markt wohl aus Thüringen zugeführte Salz war geleitspflichtig. Die Stadt musste dem Geleitsmann jährlich 15 Stücke Salz auf das Schloss liefern. Es war strikt untersagt, im Gebiet einer Meile um Altenburg
einen anderen Salzmarkt zu halten oder Salz zu verkaufen. Altenburg besaß also das Salzmonopol. Das Privileg des freien Salzhandels in Altenburg und des Salzbannes im Umkreis einer Meile wurde am 12. August 1631 bekräftigt. Durch den Verlauf und die Last des .30jährigen Krieges war die Stadt an der Erneuerung des Privilegs interessiert. Das um so mehr, da einige Fuhrleute den Salzhandel vornahmen, ohne eine Abgabe an die Stadt zu leisten. Der Rat der Stadt Altenburg musste zwar ab Ostern 1652 jährlich - halb zu Ostern und halb zu Michaelis - 50 Taler an die Rentkammer zahlen, aber durch die Unterschrift des Herzogs Johann Philipp (1603 - 1639) war das Privileg von 1458 wieder gesichert.
Am 12. Mai 1658 wurde noch einmal daraufhingewiesen, dass es bei Strafe untersagt ist, innerhalb der Meile um Altenburg das Salz an anderem Orte als in der Stadt selbst zu kaufen. Bei einem Verstoß gegen diese Anordnung hatte man 25 Taler Strafe an die Rentkammer und weitere 25 Taler an den Rat der Stadt zu zahlen. Ein knappes Jahrhundert später bekräftigte Friedrich III., Herzog von Sachsen-Gotha-Altenburg (1732 - 1772), unter dem 17. März 1745 noch einmal die bestehende Anordnung, dass die Bauern innerhalb der Meile das Salz nur in Altenburg holen sollen.
(Quelle: 800 Jahre Altenburger Markt – E. Reinhold Verlag Altenburg)

Landkreis:
Altenburger Land