Marksuhl
D-99819 Marksuhl
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Der Marktflecken Marksuhl an der Suhl, dürfte das „Sulaha“ sein, in dem Fulda bereits vor 900 Besitzungen hatte. Bedeutung erlangte das von ausgedehnten Wäldern umgebene Marksuhl durch die Stadtgründung Eisenachs und den im 13. Jahrhundert erfolgten Bau der Vachaer Werrabrücke. Marksuhl wurde damit zum bevorzugten Rastplatz und Etappenort an der Vachaer Straße. Fortan prägte die VIA REGIA und der damit verbundene Warenverkehr den Ort - die steilen Hohlwege nördlich und südlich des Dorfes erforderten mehrfache Fuhr- und Vorspanndienste, Schmiede, Wagner, Seiler, Sattler, Gerber und andere Handwerker siedelten sich an.

Schon 1587 wurde mit dem Bau des Marksuhler Fürstenschlosses begonnen. Auch wenn es nur kurze Zeit als solches diente, so kamen die Herren gerne zu Jagden in die wald- und wildreiche Gegend. Das Hauptgebäude wurde 1587-91 aus Stein im Renaissancestil errichtet.

Bereits ab 1813 begann der Ausbau der Marksuhler Straßen in Richtung Förtha–Eisenach und Dönges–Vacha. Die Marksuhler Chaussee erleichterte den Verkehr in das Eisenacher Oberland beträchtlich.

Wie andere Städte an der VIA REGIA war auch Marksuhl von den Folgen des Krieges stärker betroffen als andere Orte der Umgebung - der 30jährige Krieg und später der Rückzug der napoleonischen Truppen brachten Krankheit in die Stadt, führten zu Plünderungen und ließen die Bevölkerungszahlen drastisch sinken. Nur langsam konnte sich der Ort erholen.

Auch heute noch treffen alle wichtigen Straßen am Markt aufeinander, wo wie einst eine Linde steht.
Kontakt:
Gemeinde Marksuhl
Bahnhofstraße 1
D-99819 Marksuhl
E-Mail:
Website:
Fon:
0049/(0)36925/96 90
Fax:
0049/(0)36925/91 210

Lage:
südlich von Eisenach in Süd-Westthüringen
Stadtgründung:
1440
Hoehenlage:
258 m über dem Meeresspiegel

Landkreis:
Eisenach und Wartburgkreis
Verwaltungsstruktur:
erfüllende Gemeinde