Kirche in Burla
Creuzburger Straße
D-99820 Hörselberg-Hainich-Burla
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Die ursprüngliche Taufkapelle wurde in der Mitte des 12. Jhs. durch Ausbau der Türme und Anbau der Kirchenschiffe als Versammlungsraum der Gemeinde ausgebaut. Die romanischen Bögen (Triumphbögen), welche den Altar- bzw. Chorraum mit dem Kirchenschiff verbinden, weisen ebenso auf diese Zeit hin wie die Reste des romanischen Baustils der früheren, später zugemauerten alten Eingänge, die noch im Mauer­werk sichtbar sind. Ein bedeutsamer Gegenstand der Burlaer Kirche aus dem Mittelalter bzw. aus vorreformatorischer Zeit ist eine Glocke, die ursprünglich zum liturgischen Geläut der Kirche gehörte, aber jetzt als Schlagwerk der Burlaer Turmuhr dient. In gotischen Buchstaben trägt sie die Namen der Heiligen drei Könige Caspar, Melchior und Balthasar. So könnte man die Burlaer Kirche als "Kirche zu den Heiligen drei Königen" bezeichnen. Die Glocke gilt als die älteste der näheren und weiteren Umgebung.
Stil der Turmhaube, der Kanzel und des Taufsteins weisen auf Bautätigkeit zu Beginn des 18. Jhdt. hin. So stammt die achteckige Barockkanzel aus dem Jahre 1701, der Taufstein entstand 1732. Die Form der Fenster weist auch auf jene Zeit hin bzw. auf das 17. Jh. Durch Umbauten in den Jahren 1870 bis 1908 verlor das Gotteshaus weithin seinen ursprünglichen Charakter.

Kirchen sind keine Museen, sondern durchbetete Räume.

Landkreis:
Eisenach und Wartburgkreis