Karolinenquelle
D-99831 Creuzburg
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Ehemalige Saline. Aus Schichten des Oberen Buntsandsteins drang an dieser Stelle Sole an die Erdoberfläche, die seit dem 15. Jahrhundert zur Salzgewinnung und ab etwa 1875 für Heilzwecke verwendet wurde. Der relativ geringe Salzgehalt der Creuzburger Sole wurde durch Gradieren so erhöht, dass beim anschließenden Sieden eine gute Ausbeute zu erzielen war. Im 18. Jahrhundert arbeiteten hier zahlreiche Gradierwerke, in denen die Sole über große Holzgatter mit Schlehenreisig tropfte.
Ab 1906 wurde die Sole über eine gußeiserne Rohrleitung nach Eisenach gepumpt, wo sie für Trinkkuren in der Wandelhalle und Badekuren im Sophienbad verabreicht wurde. 1938 wurden der Kurbetrieb in Eisenach eingestellt, die Pumpstation in Wilhelmsglücksbrunn abgebrochen und die zweite und dritte Quelle verschlossen. Die Sole der Hauptquelle, seit 1906 unter dem Namen „Karolinenquelle“ bekannt, fließt durch den artesischen Überlauf in die Werra. In den letzten Jahren wurde ein Brunnenhaus nachgebaut, das besichtigt werden kann.
Aus Goethes Reisenotizen geht hervor, dass die Saline im 18. Jahrhundert ein gern besuchtes Ausflugs- und Erholungsziel war.

Lage:
am Werratalradweg/ Radweg Thüringer Städtekette, gegenüber dem Stiftsgut Wilhelmsglücksbrunn

Landkreis:
Eisenach und Wartburgkreis

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