Jüdischer Friedhof Vacha
D-36404 Vacha
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Der Friedhof der jüdischen Gemeinde Vacha wurde auf einer Anhöhe außerhalb der Stadt spätestens im 18. Jahrhundert angelegt. Die Friedhofsfläche umfasst etwa 50 ar. Es sind nur noch wenige alte Grabsteine vorhanden (einer von 1871, alle anderen 20. Jahrhundert). Nur auf einem Teil davon lassen sich noch die Inschriften lesen. Die letzte Beisetzung war 1934 (Meier Baumgardt). Der Friedhof ist von einem Holzzaun umgeben.

Bis 1938 gab es auch eine Synagoge in Vacha. Nach der Schändung in der Reichsprogromnacht verkaufte die jüdische Gemeinde wenig später Synagoge und Grundstück für 1.900 Reichsmark an die Stadt. Im Juni 1948 kam es zur Rückübertragung des Gebäudes mit Grundstück an den Landesverband Thüringen der jüdischen Gemeinden. Von diesem kam das Gebäude 1954 in Privatbesitz. Im Frühjahr 1955 wurde das Synagogengebäude abgebrochen. Auf dem Grundstück wurden Garagen und ein zweistöckiges Wohnhaus erbaut.

Lage:
Der Friedhof liegt auf der Flur Völkershausen,
"Am Judenfriedhof".

Landkreis:
Eisenach und Wartburgkreis