Jüdischer Friedhof Eisenach
Friedhofstraße 22
D-99817 Eisenach
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Einen jüdischen Friedhof gab es bereits im Mittelalter. Er lag "zwischen dem Weg nach Langensalza und der Straße nach Gotha, diesseits der Siechenlache" (Beschreibung in Germania Judaica II,2 S. 198). Es ist nicht bekannt, ob er bereits vor den Verfolgungszeiten während der Pestzeit bestand. Von diesem Friedhof sind keine Spuren erhalten. Im 19. Jahrhundert wurden die Toten der jüdischen Gemeinde zunächst in Herleshausen beigesetzt. Seit 1854 bemühten sich die jüdischen Familien in Eisenach um die Anlage eines eigenen Friedhofes. Doch erst 1867 konnte in Verbindung mit dem allgemeinen städtischen Friedhof ein jüdischer Friedhofsteil (alter Friedhof) angelegt werden. Die erste Beisetzung war am 31. März 1868 (Löb Stiebel) In insgesamt fünf Gräberreihen wurden in den folgenden Jahrzehnten die Verstorbenen beigesetzt. In der Zeit des Ersten Weltkrieges wurde ein neuer jüdischer Friedhof angelegt. Dieser wurde von 1916 bis 1940 und wiederum ab 1945 belegt, er umfasst zehn Grabreihen mit über achtzig Grabsteinen und Denkmälern.

Landkreis:
Eisenach und Wartburgkreis

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