Fürstenschloss
D-99819 Marksuhl
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Marksuhl war zweimal Residenz. Herzog Johann Ernst, der Sohn des in kaiserlicher Gefangenschaft 1595 zu Steyr verstorbenen Herzog Johann Friedrich d. Mittleren, der mit seinem Bruder Johann Casimir gemeinsam regierte und zu seinem Unterhalt u. a. das Amt Creuzburg a. d. Werra erhielt, wählte das inmitten großer Wälder und guter Wildbahn gelegene Marksuhl zu seiner Residenz und erbaute hier 1587-91 ein stattliches Schloss. Als er bei der endgültigen Teilung des Landes 1596 Eisenach erhielt, verlegte er die Hofhaltung dorthin. Nach dem Tode Herzog Wilhelms IV. teilten seine Söhne 1662 das Land unter sich. Johann Georg erhielt u. a. das Amt Creuzburg und nahm seinen Sitz im Schloss Marksuhl. Nach Aussterben der Eisenacher Linie teilten die Brüder 1772 abermals und „Herzog Johann Georg I. von Marksuhl“ erhielt Eisenach und hatte nun dort seinen Sitz. Marksuhl wurde noch als Jagdschloss benutzt, bis es im 19. Jh. Sitz einer Oberförsterei und einer Landwirtschaftsschule wurde. Trotz mancher - wegen Baufälligkeit erfolgter - Veränderungen bietet das Schloss einen imposanten Anblick.

Landkreis:
Eisenach und Wartburgkreis