Eisenacher Burg
D-99817 Eisenach
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Die Eisenacher Burg ist ein Bodendenkmal auf dem gleichnamigen Felsmassiv, ca. 500 m südlich der Wartburg.
Sie war im 13./14. Jahrhundert eine Belagerungsburg, welche die südöstlichen Zugangswege zur Stadt Eisenach und zur Wartburg versperrte. Über das Aussehen der Burg ist nur wenig bekannt. Die exponierte Lage auf einem durch Felswände und Steilhänge geschützten Hochplateau sicherte diese Stellung. Bei archäologischen Grabungen auf der Hochfläche wurden im Sommer 1995 neben den mittelalterlichen Zeugnissen auch ältere Siedlungsspuren (Eisenzeit) dokumentiert. Die Eisenacher Burg ist noch gut im Gelände erkennbar. Man findet in den Fels eingearbeitete Standorte von hölzernen Wehrtürmen, dem Bergfried und den Felseinschnitt, in dem die Blide (eine Schleuderwaffe) stationiert war.

Das breitgezogene Felsmassiv der „Eisenacher Burg“ ist auch ein Klettergebiet von lokaler Bedeutung mit 10 Aufstiegen von 5- bis 7- Es liegt in einem Naturschutzgebiet. Die Felsen stehen im Wald und bleiben daher lange feucht. Durch die übermäßig gute Sicherung kann man über die leichte Brüchigkeit des Gesteins hinwegsehen. Man findet hier Abtragungsschutt des Thüringer Waldes. Das Gestein ist ein rd. 240 Mill. Jahre altes Konglomerat aus dem Oberrotliegend. Die Wände sind recht steil und glatt, die Griffe sind schön rund. Das Grundmaterial ist reibig, so dass hier vor allem Techniker auf ihre Kosten kommen. Das Gebiet ist ausreichend mit Bühlerhaken bestückt.
(Quelle: Klettern in Thüringen)
Verkehrsanbindung:
Von Eisenach miit dem Bus zur Haltestelle „Gaststätte Sophienaue“ und zu Fuß in wenigen Minuten zu den Felsen.

Landkreis:
Eisenach und Wartburgkreis

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