Die hl. Elisabeth in Eisenach
D-99817 Eisenach
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Geboren wurde Elisabeth am 7. Juli 1207 als Tochter des ungarischen Königs Andreas II. und seiner deutschen Gemahlin Gertrud von Meranien. 1211, im Alter von vier Jahren, wurde die mit reicher Mitgift ausgestattete Elisabeth nach Thüringen gebracht. Die Erziehung eines jungen Mädchens in der Familie ihres zukünftigen Ehemanns war innerhalb von Adelsfamilien üblich. 1221 heirateten Landgraf Ludwig und die nun 14-jährige Elisabeth in der Georgenkirche in Eisenach. Die Ehe, so berichten die Quellen übereinstimmend, war glücklich. Nach ihnen war Ludwig von Thüringen seiner Ehefrau mit einer Treue und einem Feingefühl zugetan, die sich von den Gepflogenheiten seiner Standesgenossen unterschieden. Regelmäßig begleitete sie ihn auf seinen Reisen und ihre tätige Hilfe für Bedürftige und Kranke fand seine Unterstützung. 1223 gründete das Ehepaar gemeinsam ein Hospital in Gotha und stattete es reichlich mit Besitz aus, aus dessen Einnahmen es sich langfristig finanzieren sollte. Die populäre Legende vom Rosenwunder, nach der Elisabeth von Thüringen gegen den ausdrücklichen Wunsch ihres Mannes in einem Korb verdeckt Brot zu den Armen bringt, ihrem rückkehrenden Mann begegnet, von ihm zum Aufdecken des Korbs gezwungen wird und sich das Brot in Rosen wandelt, wurde Elisabeth erst später zugeschrieben. Mit dem Tode ihres Ehemannes 1227 war Elisabeth der Person beraubt, die sie bislang vor offenen Konflikten mit ihren Verwandten, Hofbeamten und den Vertretern des heimischen Adels schützte. Elisabeth verließ die Wartburg und ging nach Marburg. Ihr Beichtvater Konrad von Marburg wurde vom Papst zu ihrem kirchlichen und rechtlichen Vormund mit kompletter Verfügungsgewalt über all ihre Belange und ihren Besitz bestimmt. 1228 legte Elisabeth in Anwesenheit von Konrad von Marburg und einigen Franziskanern in der Franziskanerkirche in Eisenach ein erneutes Gelübde ab, in dem sie sich von ihrer Familie und ihren Kindern sowie allem Glanz der Welt lossagte und erneut bedingungslosen Gehorsam versprach. Die letzten drei Jahre ihres Lebens verbrachte Elisabeth von Thüringen als ärmliche Spitalschwester in Marburg. Sie starb 1231 im Alter von 24 Jahren in Marburg. Ihre Heiligsprechung erfolgte 1235. Heute tragen hunderte von Kirchen und viele Ordens- und Krankenhäuser den Namen der heiligen Elisabeth. Auch eine Reihe von Krankenpflegeorden der Neuzeit hat sich den Namen der Elisabeth von Thüringen gegeben.

Landkreis:
Eisenach und Wartburgkreis

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