Berka/Werra
D-99837 Berka/Werra
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Obwohl erst 1847 zur Stadt erhoben, war Berka aufgrund seiner Lage schon seit dem Mittelalter von größerer Bedeutung als seine Nachbardörfer.
Zum einen lag das an der wichtigen Handelsstraße VIA REGIA, der "Kurzen Hessen" von Frankfurt über Eisenach nach Leipzig, zum anderen war hier die einzige Werrabrücke zwischen Vacha und Creuzburg und schließlich war Berka ein Grenzort zwischen Hessen und Thüringen. Herrschende tagten gerne in solchen Grenzorten um Streitigkeiten beizulegen. Reisende stiegen in den Wirtshäusern der Stadt ab, darunter Luther (1524), Herzog von Alba (1547), Reitergeneral Pappenheim und Napoleon (1813).

Der Bauernkrieg stürzte Berka in schwere Schulden als Vergeltung dafür, daß Jakob Töpfer aus Berka stammte und die Masse der Berkaer Bauern hinter ihm stand. Noch hatte Berka sich nicht erholt, als der 30jährige Krieg ausbrach und um 1635 aus dem Ort wie auch aus vielen Nachbardörfern rauchende Trümmerstätten machte.
Trotzdem erhielt der Ort 1701 als erste Stelle im weiten Umkreis eine Postniederlassung der Fürsten von Thurn und Taxis - die wirtschaftliche Katastrophe kam erst, als der Geheimrat von Goethe in seiner Eigenschaft als Weimarischer Staatsminister 1817 verfügte, daß die große Handelsstraße von Vacha aus nicht mehr über Berka, sondern über Marksuhl zu führen sei.
Bescheidener Wohlstand kam erst mit der Inbetriebnahme der Kali-Schachtanlagen wieder. Diese boten jahrzehntelang den Menschen in Berka und den umliegenden Orten Arbeit und Brot und prägen noch heute die Landschaft.
(Auszüge aus der Festschrift 150 Jahre Stadtrecht von 1997)
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