Eine Mühlengeschichte
D-04617 Fockendorf
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Fockendorf wird von der Pleiße tangiert und deshalb nimmt es nicht wunder, dass dort auch frühzeitig eine Mühle errichtet wurde. Um 1445 wird sie erstmals urkundlich erwähnt. Im 16. Jahrhundert kam die Mühle in den Besitz der Familie Lange und wurde von Generation zu Generation weiter vererbt, bis schließlich der im Dezember 1645 geborene Thomas Lange 1674 den Betrieb von seinem Vater Hans übernahm. Ein Jahr später, am 2. November 1675, heiratete der Fockendorfer Müller Thomas Lange die Tochter des Kriebitzscher Amtsrichters und angesehenen Bauern Andreas Köhler namens Maria. Ab etwa 1680 hatte diese intime Beziehungen zu dem damaligen Mühlknecht Martin Müller. Am 29. Juni 1689 beschlossen die beiden, den Müller beiseite zu schaffen und einen Selbstmord vorzutäuschen und führten ihr Vorhaben noch in der gleichen Nacht aus. Die Tat wurde entdeckt, beide wurden zum Tode verurteilt und bereits am 17. August 1689 bei Primmelwitz hingerichtet. Die Mühle kam 1690 unter den Hammer und wurde vom Altenburger Rat und Amtmann Nicolaus Zapf erworben, damit begann die Geschichte der Papiermacherei in Fockendorf.

Landkreis:
Altenburger Land

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