Ruine der Cyriakskirche
Stöbener Straße
D-07774 Camburg
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Die baulichen Reste reichen ins 11. Jahrhundert zurück. Aus dem Jahre 1121 datiert eine urkundliche Erwähnung als Kirche von "Stubi". Die Kirche scheint zentraler Punkt einer Befestigungsanlage "Stubi antiqua" mit einer räumlich weitreichenden Ausdehnung gewesen zu sein. Sie wurde im ottonischen Baustil errichtet und ist eine der wenigen erhaltenen Bauwerke dieser Zeit. Durch die Einzigartigkeit der Kirche wird diese sogar als Referenz benutzt (Typ Camburg).
Die Saalkirche bestand aus einem Langhaus, an welches sich ein stark eingezogener Priesterraum (Presbyterium) und ein rechteckiger Altarraum anschloss. Je vier Arkaden trennten zwei Seitenräume vom Priesterraum ab, wovon aber lediglich drei Arkaden aus der südlichen Bogenreihe erhalten sind. In dieser kann man Balkenlöcher erkennen, die die geringe Dachhöhe der Seitenräume anzeigen. An der südlichen Front ist ein kleines Fenster original erhalten. Von der Anlage gehen zwei unterirdische Gänge ab, die allerdings mittlerweile verschüttet sind. Einen kann man noch einige Meter begehen, dieser soll ursprünglich bis zum Ort Camburg gereicht haben.
1539 hat der letzte Pfarrer die Kirche verlassen. Danach verfiel sie und lieferte Baumaterial für die umliegenden Ortschaften.

Lage:
1,5 km nordwestlich von Camburg in Richtung Stöben

Landkreis:
Jena und Saale-Holzland-Kreis