Verkehrsgeschichte von Camburg
D-07774 Camburg
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Die ursprünglichen Verkehrswege waren ohne Zweifel die Flussläufe, deren Auen in den Zeiten größerer Völkerbewegungen mit Vorliebe von wandernden Völkerscharen benutzt worden sind. Es ist nur natürlich, dass sich längs den Tälern größerer Flussläufe, zu denen wir auch die Saale rechen dürfen die Hauptverkehrsstraßen entwickelten. Camburg war der Kreuzpunkt zweier wichtiger Straßenzüge und zwar kam von Süden über Saalfeld, Jena, Dornburg, dort über die Saale gehend durch Camburg hindurch über Leislau nach Naumburg ziehend als Hauptverkehrsstraße die Alte Nürnberger Straße, einer der ältesten Verbindungswege zwischen Süd- und Norddeutschland. Quer dazu verlief die ebenfalls sehr viel befahrene Salzstraße von Sulza kommend, über Schmiedehausen durch Camburg nach dem damals vorhandenen Straßenkreuzpunkt Rauschwitz führend, wo die von Jena nach Gera ziehende Durchgangsstraße und die Alte Regensburger Handelsstraße erreicht wurden. Das Stück Wetzdorf – Rauschwitz bildete bereits ein Stück dieser von Hermsdorf kommenden Hauptstraße, welche über Thierschneck. Molau, Prießnitz, nach Heiligenkreuz führte, wo die Teilung einerseits über Freiroda durch das Saaletal hindurch in Richtung auf den auf den linksseitigen Höhen verlaufenden Königsweg erfolgte, andernteils die Nürnbergerstraße nach Naumburg und Halle, bzw. Leipzig erreicht war. Unterwegs zweigte bereits in Molau eine direkte Straße nach Leipzig ab, welche ebenfalls kurz hinter Camburg durch einen Abzweig von der Nürnberger Straße zu erreichen war.
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(Abb.: Geleitstafel von 1828 aus Thierschneck, die heute im Museum von Camburg aufbewahrt wird.)

Landkreis:
Jena und Saale-Holzland-Kreis

Weiterführende Texte: